Gedenkarbeit

Enthüllung Denkmal & Gedenktafel für Roma & Sinti

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27. Mai 2023

Enthüllung des neugestalteten Gedenkstein für die im 2. Weltkrieg ermordeten Roma in Holzschlag

Am Samstag, 27. Mai 2023 fand in der Gemeinde Holzschlag die Enthüllung des neugestalteten Gedenkstein für die im 2. Weltkrieg ermordeten Romnija und Roma statt. Nach Zeitzeugenberichten bzw. den Datenbanken lebten vor dem Zweiten Weltkrieg in der 600-Einwohner-Gemeinde Holzschlag mehr als 300 Romnija und Roma. Es gab drei große Roma-Siedlungen. Sie alle lagen außerhalb des Ortes am Waldrand. In der NS-Zeit wurden die meisten Roma aus dem Ort deportiert und ermordet. Heute lebt nur noch eine Romni in Holzschlag. Und das ist die Tochter von Anton Papai.

Ursprünglich habe es eine Gedenktafel am Friedhof gegeben. Bürgermeister Christian Pinzker erzählt, dass es im Zuge von Bauarbeiten kurzfristig weichen haben müssen und man habe jetzt ein Mahnmal, das quasi für die Ewigkeit gedacht sei.

Der Vorsitzende der Roma Volkshochschule Burgenland Andreas Lehner betonte bei seiner Rede, es sei eine Gedenkstätte für die Hinterbliebenen um zu gedenken sowie sei es eine Gedenkstätte für das Mahnen.

Martin Horvath, Volksgruppenbeiratsmitglied der Roma, gab in seiner Rede einen Einblick in die Lebensgeschichte vom Holocaust-Überlebenden Anton Papai aus Holzschlag der im Jahr 2011 verstorben ist.

Der Oberwarter Roma Schriftsteller Stefan Horvath, hat für die NS-Opfer der Roma und Sinti das Gebet „Bereit sein“ geschrieben und trug dieses Gebet bei der Gedenkfeier vor.

Der Gedenkstein wurde von den Geistlichenvertreter*innen Pfarrer Dr. Matthias Platzer, Dr. Gerhard Harkam und Manuel Horvath in einer Ökumenischen Andacht gesegnet und geweiht.

Musikalische umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung von der Leon Berger Band.

18. April 2022

Am Ostermontag, 18.April 2022 fand um 15.00 Uhr die Einweihung und Segnung der Erinnerungsstätte für die Opfer der NS-Diktatur aus der Großgemeinde Großwarasdorf in Langental am Begegnungsplatz statt.

69 ermordete Romnija und Roma werden namentlich angeführt. Die Gedenkstätte erinnert an die Frauen, Männer und Kinder aus der Gemeinde Großwarasdorf, die von 1938 bis 1945 dem Terror des Nationalsozialismus zum Opfer fielen.

„Ein Stahl-Glaskörper für jedes Opfer“ Der Künstler Peter Kedl gestaltete zum Gedenken an die 69 ermordeten Romnija und Roma und an weitere vier Menschen, die wegen ihres politischen Widerstandes ermordet worden waren oder denen aufgrund von Erkrankungen oder Behinderungen das Lebensrecht abgesprochen worden war und die der NS-Medizin zum Opfer gefallen waren, Stahl-Glaskörper gestaltet.

Für jedes Opfer ragt nun im Ortszentrum ein Steher aus Stahl und Glas empor, auf dem der Name steht. Von weiteren hundert Angehörigen der Langentaler Roma-Familien gibt es nach 1945 kein Lebenszeichen mehr, ihr Schicksal ist unbekannt.

03. April 2022

Am Sonntag, 03. April 2022 fand die Einweihung und Segnung der Roma und Sinti Gedenkstätte in der Gemeinde Kemeten statt.

10. September 2021, Stegersbach

Am Freitag, den 10. September 2021, fand eine Gedenksteinsegnung zum Gedenken an die Stegersbacher Opfer der Roma des Naziregimes statt.

26. Juni 2021

Am 26. Juni 2021 fand in Neusiedl am See die Einweihung einer Holocaustgedenkstätte im Kirchenpark statt. Das Mahnmal erinnert an die Opfer der Jüdinnen und Juden, der Euthanasie und der Roma und Romnja aus Neusiedl am See. Die Stätte soll ein Ort des Gedenkens an die Schrecken des Nationalsozialismus sein und das Schicksal der Opfer sichtbar machen.

19. September 2020, Oberpullendorf

Die Enthüllung des Denkmals für die Opfer der NS-Diktatur in Oberpullendorf fand am 19. September 2020 statt. Im burgenländischen Oberpullendorf ist neben der Bezirkshauptmannschaft ein Denkmal für die Opfer der NS-Diktatur enthüllt worden. Das Mahnmal zeigt ein Roma Mädchen im Ghetto der Stadt Lodz. Gestaltet wurde das Mahnmal vom Künstler Andreas Lehner.

05. September 2020, Pinkafeld

Die Einweihung des Denkmals zu Ehren der NS-Opfer der Stadt Pinkafeld fand am 05. September 2020 statt. Weiteres wurde der neugestaltete „Platz der Erinnerung “ geweiht. Das Denkmal wurde von Gottfried Reszner gestaltet.

19. Mai 2019, Ritzing

Am Sonntag, 19. Mai 2019 fand in Ritzing, die Enthüllung des Denkmales und der Gedenktafel für die während des NS-Regimes verschleppten und ermordeten 18 Roma und der 3 Euthanasieopfer statt. Der Historiker Herbert Brettl und der Künstler Christian Gmeiner waren die Hauptinitiatoren dieses künstlerischen Mahnmals. Eine Betonsäule, die die Namen der Opfer trägt, ragt nun neben dem Friedhof in Ritzing aus dem Boden und erinnert an die im Nationalsozialismus ermordeten Einheimischen. Um die Säule sind Betonkreise angeordnet, in denen sich Ritzinger und Angehörige der Volksgruppe der Roma mit ihren Fußabdrücken verewigten und somit ebenfalls ein Zeichen gegen das Vergessen setzten. Der Künstler Christian Gmeiner, dessen Vater aus Ritzing stammte, war es ein besonderes Anliegen, diesen mehrschichtigen symbolischen Charakter des Denkmals hervorzuheben.

Martin Horvath war als Vertreter des Roma Volksgruppenbeirates als Redner eingeladen und betonen, dass es sehr wichtig ist einen Platz zu haben, an dem es möglich ist der Opfer zu gedenken und in den Gemeinden, Dörfern und Städten die Geschichte der Roma gemeinsam mit der Mehrheitsbevölkerung aufzuarbeiten und sich auch dann mit der Thematik Roma und Holocaust auseinanderzusetzten. Denn wenn die Geschichte aufgearbeitet wird und man sich damit auseinandersetzt, entstehen Gedenkstätten für Roma.

10. November 2018, Sulzriegel

Im Gedenken an die in der NS-Zeit umgekommenen Roma wurde am Samstag 10. November 2018 in Sulzriegel am Grab der Familie Berger eine Erinnerungstafel enthüllt. Der KUO Verein für Kultur, Umweltschutz und Ortsverschönerung von Bad Tatzmannsdorf hat die Tafel in Auftrag gegeben, und in Zusammenarbeit mit der Roma Volkshochschule Burgenland erstellt.

Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Roma Siedlung in Sulzriegel mit 12 kleinen Häuser am Ortsrand, die von der Großfamilie Berger bewohnt wurden. Während der Nazi Herrschaft wurden die Familienmitglieder deportiert und Großteils ermordet. Die Namen der über 60 Opfer wurden während der Zeremonie verlesen und Kerzen wurden dazu angezündet. Nur zwei Familien überlebten den Holocaust und kehrten nach Kriegsende wieder nach Sulzriegel zurück. Ihre Siedlung war aber nicht mehr da, die Nazis hatten alles zerstört. Die Familien zogen nach einigen Jahren weiter nach Spitzzicken und Wiener Neustadt, wo heute noch Nachkommen leben.